Montag, 6. Mai 2013

Das "international house"

06. Mai 2013

Obwohl mein erster Schultag vor der Tür steht, schlafe ich gut und habe einen Montagmorgenkoller. Erst im Verlaufe des Morgens wird mir bewusst, dass es heute eigentlich richtig beginnt. Die Stimmung auf der Brücke Richtung Altstadt ist herrlich ruhig - die Stadt ist noch nicht aufgewacht.
Dann stehe ich vor dem "clic - international house" und betrete den Innenhof, der als kleine Cafeteria eingerichtet ist - in der Pause werden die kleinen Tische und Stühle rasend schnell besetzt sein.
Ich erhalte einen Studenten- und Bibliotheksausweis, und dann schickt mich die freundliche Frau in den ersten Stock, um den Einstufungstest zu absolvieren. Das kann ja heiter werden, denke ich mir.
Und das wird es auch. Bei der ersten Frage kann ich mir wenigstens noch erklären, warum ich keine Ahnung habe - die letzte hätte sie auch auf hebräisch formulieren können. Ich bin daher sehr schnell fertig mit dem Test, ein paar der anderen Neulinge scheint das zu irritieren. Aber wenn du bei einem Test wirklich keine Ahnung hast, kannst du ihn auch abgegeben.
Dementsprechend amüsierend verläuft die Korrektion der Prüfung, die ein Spanischlehrer mit mir gleich direkt vornimmt. Sein Gesichtsausdruck weckt Erinnerungen: Dieser kurze Kampf mit der Verzweiflung, gefolgt von Resignation kommt mir aus dem Werkunterricht noch vage bekannt vor. Den mündlichen Teil der Prüfung, der normalerweise auch gemacht werden muss, überspringt er.
Nun habe ich eine knappe Stunde Zeit, bevor die Führung durch das Haus beginnt. Nach und nach kommen die anderen Studenten, die ebenfalls ihren ersten Tag haben, die Treppe runter, trinken etwas, öffnen ihre Laptops, schnappen sich eine Zeitung oder studieren das Kulturprogramm der Schule, bis es weiter geht.
Das Haus ist nicht sehr gross und daher schnell gezeigt. So können wir uns für die zweite Doppellektion um 11:20 bereits in die Klassen setzen, denen wir zugeteilt werden.
Die Lehrer machen ihre Sache wirklich gut, das merkt man auch an der Motivation der Studenten, und ich verstehe mehr, als ich anhand des Tests erwartet hätte. In den Lektionen und der darauffolgenden Exkursion realisiert man auch, dass das "international house" seinem Namen alle Ehre macht: Man trifft, sieht, hört Japaner, Schweden, Belgier, Franzosen, Amerikaner, Berner, Deutsche, Holländer (Letztere sind meine eindeutigen Favoriten in Sachen plötzliche Erkenntnis von Vokabular: "Nee, e waterpött!!")
Bunt zusammengewürfelte Klassen mit Studenten aus aller Welt - es verspricht, spannend zu werden.

"Informationen aus aller Welt", No.1: In Holland kommt der Samichlaus aus Spanien, und dahin nimmt er auch die bösen Kinder mit.

1 Kommentar:

  1. das tönt ja echt herzallerliebscht bis jetzt! :D
    & hoffe chasch denn auh chli japanisch, schwedisch und holländisch wennd wider haime bisch ;)

    alsoo machs guued!

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