Könnte sein, dass es sich manchmal ganz ähnlich anhört, wie damals beim Turmbau zu Babel, wenn eine Gruppe von Studenten meiner Schule zusammen ausgeht. Da hast du rechts die Holländer, die fliessend zwischen Englisch und "Dötsch", wie sie es so schön nennen, abwechseln, daneben die Deutschen, weiter die Franzosen, die in ihrem Wahnsinnstempo untereinander parlieren, zwei Engländerinnen im schönsten und breitesten "British English" und die beiden Schweizer. Je nach dem, wer sich gerade mit wem unterhält, wird die Sprache gewechselt - die Motivierten unter uns versuchen es mit Spanisch und korrigieren sich gegenseitig, während vor allem die Jüngeren ihre Muttersprache bevorzugen.
Unter diesen Voraussetzungen lerne ich nicht nur Spanisch, sondern verbessere mein Englisch, nutze ab und zu meine kargen Französischkenntnisse (dann waren die vielen Stunden über 8 Jahre wenigstens nicht komplett verschwendet) und kann auch ab und zu Deutsch reden. Es ist von Vorteil, wenn man über wenig Vokabular verfügt, in eine andere Sprache ausweichen zu können, aber der ständige - zum Teil sehr fliessend ablaufende - Wechsel kann auch verwirren. Eine Kollegin musste mich jedenfalls darauf aufmerksam machen, dass ich mit einer Französin Deutsch anstatt Englisch gesprochen hatte - offenbar hatte ich mitten im Satz die Sprache gewechselt, ohne es zu bemerken.
Die Lehrer machen einen sehr guten Job an der Schule, der Unterricht ist stark auf Kommunikation ausgerichtet. Man versteht nach ein paar Tagen schon einiges und glaubt, einfacheren Gesprächen mindestens folgen zu können.
Dann probiert man es aus.
An der Schule Spanisch zu sprechen, ist anders. Du sprichst mit Studenten, die über einen ähnlichen Wortschatz verfügen, und die Lehrer setzen ein Tempo an, mit dem man umgehen kann. Versuchst du dann, mit einem Andalusier ein paar einfache Worte zu wechseln, ist das zaghaft erworbene Selbstvertrauen dahin. Andalusisch gilt als einer der schwersten spanischen Dialekte. Die Südspanier sind Weltmeister im Verschlucken von Silben, Erfinden von Worten und es scheint, als wollten sie sich gegenseitig in der Sprechgeschwindigket überbieten. Zudem unterscheiden sie nicht zwischen "v" und "b", was den unerfahrenen Zuhörer zwingt, sämtliche Kombinationsmöglichkeiten auszuprobieren: "bibir, vivir, bivir, oder vibir"? Und welche von diesen Wörtern existieren überhaupt??
So kommt man langsam vorwärts, und doch, sieht man einen langen Weg vor sich, bis man in der Lage ist, eine Bar zu betreten und einfach so ein Gespräch zu beginnen. Bis dies der Fall ist, gilt die in Fremdsprachen geläufige Devise: Nicken, lächeln und hoffen, dass es keine "oder-Frage" war.
Dann probiert man es aus.
An der Schule Spanisch zu sprechen, ist anders. Du sprichst mit Studenten, die über einen ähnlichen Wortschatz verfügen, und die Lehrer setzen ein Tempo an, mit dem man umgehen kann. Versuchst du dann, mit einem Andalusier ein paar einfache Worte zu wechseln, ist das zaghaft erworbene Selbstvertrauen dahin. Andalusisch gilt als einer der schwersten spanischen Dialekte. Die Südspanier sind Weltmeister im Verschlucken von Silben, Erfinden von Worten und es scheint, als wollten sie sich gegenseitig in der Sprechgeschwindigket überbieten. Zudem unterscheiden sie nicht zwischen "v" und "b", was den unerfahrenen Zuhörer zwingt, sämtliche Kombinationsmöglichkeiten auszuprobieren: "bibir, vivir, bivir, oder vibir"? Und welche von diesen Wörtern existieren überhaupt??
So kommt man langsam vorwärts, und doch, sieht man einen langen Weg vor sich, bis man in der Lage ist, eine Bar zu betreten und einfach so ein Gespräch zu beginnen. Bis dies der Fall ist, gilt die in Fremdsprachen geläufige Devise: Nicken, lächeln und hoffen, dass es keine "oder-Frage" war.
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